PROJEKTE

ROSA

analoge Projektion von 16 s/w bzw. Farb-Diapositiven (mittelformatig) mit Begleitung auf dem Bürgersteig gegenüber, mehrtägig und täglich 6 Stunden

Fotografische Porträts von Frauen aus dem späten 19./frühen 20. Jahrhundert, die alle nicht Fotografien von Rosa Luxemburg sind, aber das Zeug haben, auf sie, Rosa Luxemburg, zu verweisen. Die „falschen Bilder“ von Rosa führen den möglichen Betrachter auch vom historisch Abgeschlossenen ins Offene, Gegenwärtige.
Behauptet sei: Jede Frau ist Rosa.

ROSA wurde und wird in unregelmäßigen Abständen an ausgewählten Orten um den Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin Mitte, aufgeführt.

ein Stein ist ein Stein

analoge Projektion von Wörtern und Bildern

(mittelformatige Diapositive) mit begleitender Performance
Zusammengefasst in 6 Blättern 190 Sprichworte und 3 kleine Erzählungen zum Stein – auch in den Straßenraum gesprochen und gesungen – im Wechsel mit fotografischen Bildern eines (Betonwerk)steines.


ein Stein ist ein Stein wurde und wird in unregelmäßigen Abständen aufgeführt.

Marseille

analoge Projektion (mittelformatige Diapositive) mit Begleitung, mehrtägig und täglich 6 Stunden

Marseille handelt von einem Stück Seife: alternierender Wechsel quadratischer Bilder eines sich mehr und mehr in die Sichtbarkeit schiebenden Stücks kubischer Seife und einer quadratischen Lichtfläche, einer Partitur entsprechend. Die Seife stellt sich vor, allmählich, langsam, ausführlich. Il y a beaucoup à dire à propos du savon. Exactement tout ce qu’il raconte de lui-même jusqu’à disparition complète, épuisement du sujet. (Francis Ponge)

Marseille wurde und wird in unregelmäßigen Abständen an ausgewählten Orten im Stadtraum aufgeführt (Brandwand, leere Ladenschaufenster)

wir beginen

elementarer Tanz entlang langer Straßen und auf lauten Plätzen; Tanzfilme nachträglich

Einfache scharf gesetzte Bewegung im Stadtraum: gehen, stehen, sitzen, liegen.
wir beginen bezieht sich auf die autonome Frauenbewegung der Beginen, welche im 12. und 13. Jahrhundert begann.
Behauptet wird: Jede(r) ist eine Frau

wir beginen wurde und wird in (un)regelmäßigen Abständen auf- und vorgeführt.

Wie Zusammen Leben

Bild- und Schriftinstallation auf allen 32 Hintergleisflächen der von Alfred Grenander im Jahre 1913 erbauten denkmalgeschützten U-Bahnstation der U2, Berlin Alexanderplatz, mehrmonatig, 2016 bis 2018

16 Emaille-Tafeln mit einzelnen Buchstaben, schwarz auf weiß, die zusammen gelesen den der Installation innewohnenden Namen preisgeben:
W I E Z U S A M M E N L E B E N. Und 16 Emaille-Tafeln mit s/w Fotografien von historischen Doppelporträtfotografien – vorgefunden und fotografiert in einem cemitério irgendwo im Süden –  dazu einladend, Möglichkeiten des Zusammenlebens in eine narrative Vorstellung zu bringen.
Maße der Emaille-Tafel: 103 x 103 x 3 cm

Berlin Alexanderplatz

12-Kanal-Filminstallation für alle 12 Projektionsflächen der U-Bahnstation der U6, Berlin Friedrichstraße, mehrmonatig, 2018

48 kurze Filme à 30 sec., die von und in der Installation Wie Zusammen Leben am Alexanderplatz aufgenommen wurden.


Wie Zusammen Leben und Berlin Alexanderplatz bildeten als temporäre Objekt- und Filminstallation ein Werkpaar für zwei zentrale, stadtgeschichtlich bedeutende U-Bahn Stationen in Berlin.

Licht————-Haus
ein (Projektions)Spiel

Projektion einer quadratischen Lichtfläche auf eine Brandwand – Bild der Projektion einer quadratischen Lichtfläche auf eine Brandwand – Projektion des Bildes der Projektion einer quadratischen Lichtfläche auf eine Brandwand auf eine Brandwand – Bild der Projektion des Bildes der Projektion einer quadratischen Lichtfläche auf eine Brandwand auf eine Brandwand – Projektion des Bildes der Projektion des Bildes der Projektion einer quadratischen Lichtfläche auf eine Brandwand auf eine Brandwand auf eine Brandwand – Bild der Projektion …

Oderbergerstraße, Berlin Prenzlauer Berg, 2005.

,ein Stein

performativer Film in 6 Kapiteln, jedes Kapitel in einem Buch. Dazu Tisch, Stuhl, Aktentasche, Filmvorführer (zugleich Begleiter mit variablen Diskursen = Tonspur), mehrtägig und täglich 6 Stunden

Der Film geschieht durch Umblättern. Umblättern der Seiten eines Buches mit quadratischen Bildern von einem herkömmlichen Betonpflasterstein, der vom Grund des Denkmals für die Ermordeten Juden Europas (Berlin) stammt. Die Zeit einer einzelnen performativen Filmvorführung beträgt ca. 10 min., dann wird das Buch umgedreht und die Filmvorführung beginnt wieder von Neuem.

6 Bücher (je 46 x 34 x 3 cm, ca. 3 kg) mit geprägtem Leineneinband im Schuber.
In jedem Buch 37 Fineart-Giclée-Prints in s/w (30 x 30 cm) auf Hahnemühle FineArt Photo Rag 188g/qm Papierbögen (45 x 33 cm).

,ein Stein wurde und wird in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten im Stadtraum aufgeführt.

fragmente (von Petersbourg)

analoge Brandwandprojektion (mittelformatige Diapositive) mit Begleitung, mehrtägig und täglich 6 Stunden

An jedem Tag wird ein quadratischer einbildriger Film aus dem corpus der 324 einbildrigen Petersbourg-Filme vorgeführt. Die Projektion beginnt am helllichten Tag und ist, je nach Wolken- und Wetterlage, für unterschiedlich (lange) Dauer nicht zu sehen, bis das Bild mit der Dämmerung auf der Brandwand allmählich erscheint; bisweilen dauert dieser Vorgang mehr als 1 Stunde. Der Film geschieht also durch das gleiche aber eben durch die verschiedenen Lichtverhältnisse unterschiedlich wahrzunehmende Bild und durch den um das Bild herum sich ständig verändernden Kontext, sodass so etwas wie eine Filmhandlung entsteht. Wird fortgesetzt.

Bauhofstraße + Am Kupfergraben, Berlin-Mitte 2010

,ein Stein (Vorfilm) –

Tisch, Stuhl, Lichtfläche, Begleiter

Eintägige sechsstündige narrative Film-Performance vor dem Tor des ehemaligen Logenhauses, schräg gegenüber der Synagoge, Begleiter den Passanten zugewandt. Eine 10 x 10 cm (!) Lichtfläche, erzeugt von einer Leuchtplatte, wird entsprechend einer Partitur durch Ein- und Ausschalten zum Erscheinen und zum Verschwinden gebracht. Den Passanten wird von den in der weißen Lichtfläche aufgehobenen Bildern eines Steines oder vom baldigen Wiedererscheinen der Lichtfläche erzählt.

Oranienburgerstraße, Berlin-Mitte, 11. Februar 2010